Dienstag, 16. Juli, 20:00 Uhr 
Kammermusiksaal des Beethovenhauses.

Ein eigenes Wunschkonzert mit Werken von Haydn, Mozart, Beethoven und seinem Landsmann Enescu  erfüllt sich unser junger Freund Andrei Gologan:
Der am Mozarteum studierende junge Pianist, der schon seit zwei Jahren in Ludwig-van-B.-Konzerten zu erleben war, wird derzeit in einem Förderprogramm von Andras Schiff ("Building Bridges") durch die schönsten Konzertsäle Europas geschickt.

Hier erklärt er seinen eigenen Programmvorschlag:

Reihe von Andras Schiff: Building Bridges
Programm:
George Enescu, Suite D-Dur Nr. 2 op. 10
Wolfgang Amadeus Mozart, Fantasie d-Moll KV 397
Ludwig van Beethoven, Fantasie g-Moll op. 77
Joseph Haydn, Fantasie C-Dur Hob. XVII:4
Robert Schumann, Sonate Nr. 2 g-Moll op. 22

Die Wahl des Programms war ziemlich selbstverständlich, denn ich wollte nur Musik spielen, die mir am Herzen liegt. Wunderbar, dass auch Sir András Schiff mich darin bestärkte, mein ganz eigenes Programm zu bestimmen.
Die Suite Op. 10 von George Enescu ist vielleicht das Werk, das mir besonders am Herzen liegt, einfach weil es mich so sehr an die Menschen, die Atmosphäre und natürlich an die Musik des Ortes erinnert, an dem ich aufgewachsen bin, Moldawien, ein Land voller goldener Sonnenblumenfelder, Urwälder und verwinkelte Flüsse und Täler.
Die folgenden 3 Werke repräsentieren mein Interesse an der Musik der Wiener Klassik, eine Affinität, die sich während meines Studiums in Österreich zu formen begann. Ich finde die Kombination der drei Fantasien köstlich und zeige drei sehr unterschiedliche Herangehensweisen an den gleichen musikalischen Rahmen. Wenn Mozart theatralisch ist und Haydn humorvoll, ist Beethoven komplex und erinnert mich an Enescus einzige Oper und an die Reaktion von Oedipus vor der Sphinx: Ist “Mann” mächtiger als das Schicksal?
Robert Schumanns Sonate Nr. 2 ist ein Werk, das ständiger Aufmerksamkeit und Sorgfalt bedarf. Es ist teuflisch schwierig zu spielen, schwer zu meistern und erzeugt diese unaufhaltsame schumanneske Energie. Was diese symphonische Sonate für mich jedoch so attraktiv macht, ist die innere Sehnsucht, die Liebe unter dem Chaos.
In summa ist das Programm in drei Abschnitte unterteilt und zeigt eine harmonische Entwicklung, die es mir und hoffentlich Ihnen ermöglicht, diese vielleicht turbulente Reise als einen einzigen, langen Atemzug musikalischer Schönheit zu verstehen.
Info zum Eintritt:

€ 20 | € 10 (Schüler, Studenten etc.) zzgl. VV-Gebühr
Die Tickets sind im Shop des Beethoven-Hauses und über die Bonnticket-Vorverkaufsstellen erhältlich. Telefonische Hotline: 0228 502010.
Sammelbestellungen für Gruppen an kammermusiksaal@beethoven.de
Diesen äußerst feinsinnigen, technisch überragenden, aber vor allem musikalisch hinreißenden jungen Künstler sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Lassen Sie sich inspirieren von Andreis beigefügtem Programmvorschlag, in dem er erklärt, warum er gerade diese Werke ausgewählt hat.

Karten (20,- € / erm. 10,-) gibts wie üblich im Shop des Beethovenhauses, bei Bonnticket oder an der Abendkasse.

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Beethovens musikalische Spuren – verewigt in schottischem Archiv
Deutsch-schottischer-Musikschüler-Austausch
mit Beethovens Volksliedbearbeitungen
Durch BTHVN-Projekt des Netzwerks Ludwig van B.


Beethovens lebenslangen unerfüllten Plan haben sie Anfang Juli 2019 umgesetzt: Acht junge Bonner Musiker der Folkband „Reel Talents“ sind, angeführt von ihrer Bandleiterin Sabrina Palm nach Großbritannien, genau genommen nach Schottland gereist, um Beethovens „Folksongs“ zu ihren Ursprüngen zurückzubringen.

Sie haben sich dabei gemeinsam mit dem schottischen Partner-Ensemble „Stir­ling Trad Group“ mit Werken Beet­hovens befasst, die bis heute selbst im Klassik-Publikum weitgehend unbekannt geblieben sind: über 10 Jahre lang hat Beethoven Arrangements schottischer, irischer, walisischer Volkslieder für Klaviertrio und mehrere Gesangsstimmen geschrieben, deren Vorlagen ihm von einem Verleger aus Schottland zugeschickt wurden.

Das Netzwerk Ludwig van B. möchte diese Werke aus dem Schatten holen und damit ein neues Beethoven-Bild befördern: Beethoven war eben nicht nur der Großklassiker mit avantgardistischem Hochkunst-Anspruch, sondern er interessierte sich offensichtlich auch für Melodien, die aus dem Volk kamen; er wollte auch über die feingebildeten Salons hinaus möglichst jedermann mit der Verwendung eingängiger Melodien erreichen und sich ins musikalische Gedächtnis eingraben, so Solveig Palm, Vorsitzende des Netzwerks Ludwig van B.

Mit einer Auswahl der insgesamt 170 Beethoven-„Folksongs“ beschäftigen sich nun nicht nur die „Reel Talents“ der Ludwig-van-Beethoven-Musikschule, sondern auch die Stirling Trad Group, um diese Stücke dann beim Gegenbesuch der Schotten im Jubiläumsjahr in gemeinsamen Konzerten aufzuführen. Dafür wurde Beethovens Version nun wiederum für die beiden Folkbands „zurück“ arrangiert.
  
Neben zahlreichen Proben gab es u.a. auch einen Besuch im Goethe-Institut in Glasgow und eine Fahrt zum Archiv der School of Scottish Studies in Edinburgh. Dort werden Tonaufnahmen, Bilder, Texte etc. rund um die schottische Musik- und Volkskultur gesammelt. Von der Mitarbeiterin Dr. Lori Watson wurden einige Aufnahmen der beiden Bands gemacht, die ins Archiv eingestellt wurden. Beim Gegenbesuch der „Stirling Trad Group“ wird das Programm weiter ausgearbeitet und dann in einigen Veranstaltungen, vor allem bei einem großen Konzert am 4. Juli 2020 in der Bonner Brotfabrik, präsentiert.

Finanziert wird das Austauschprojekt durch die BTHVN2020-Jubiläumsgesellschaft. 








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Am 11. Mai in der Zentrifuge
hat das zweite Musiktheaterprojekt der Donatusschule Premiere
Nach dem tollen Erfolg der "Zauberflöte", den Karin Thiesen mit den Drittklässlern der Schule realisiert hatte, hat sie sich nun Mozarts "Entführung aus dem Serail" vorgenommen:

In dieser Oper geht es um Prinzessin Konstanze, die von Seeräubern entführt und zusammen mit ihrem Gefolge an den orienta­li­schen Fürsten Bassa Selim verkauft wurde. Ihr Geliebter, Prinz Belmonte, macht sich auf, um Konstanze, ihre Zofe Blondchen und den Gärtner Pedrillio zu befreien. Osmin, der Anführer der Palast­wache, versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern. Pedrillio und Belmonte schmieden einen gewagten Plan, mit dem die Flucht gelingen soll, doch am Ende ist es die Weisheit und Großzügigkeit des Bassa Selim, die der Geschichte zu einem glücklichen Ende verhilft!

In dieser Geschichte treffen unterschiedliche Kulturen und Religionen aufeinander­ und keiner der Hauptdarsteller ist ausschließlich gut oder böse. Somit ist sie wie geschaffen, um zur Integration von Kindern aus verschiedenen Ländern und sozialen Schichten beizutragen!

In der Donatusschule haben etwa 30 Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft begonnen, die aufregende Geschichte um Belmonte und Konstanze einzustudieren. Die Schüler werden Arien solo oder im Chor singen, tanzen, Szenen aus der „Entführung“ spielen, kleine Instrumentalstücke selbst musizieren und Teile der Geschichte als Erzähler vortragen.

Handlung und Text hat Musiklehrerin Karin Thiesen gekürzt und die Arien so bearbeitet, dass die Kinder sie singen können. Im „Orchestergraben“ werden Michael Neuhalfen (Klarinette), Bernhard Zapp (Cello) und Victor Moser (Klavier) sitzen.


Wir brauchen hierfür noch Ihre Unterstützung!

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Vom 29. Mai bis 7. Juni 2019
veranstaltet das Haus Schlesien gemeinsam mit dem Netzwerk Ludwig van B. eine Reise auf den Spuren Beethovens an den bisher kaum beachteten Orten, die Beethoven von Wien aus bereiste:
- Karlsbad/Marienbad/Franzensbad
- Teplitz
- Troppau
- Grätz
- Olmütz

Die Reise ist ausgebucht.

Alle sonstigen Programmangebote des Netzwerks für das Jahr 2019 in den angegebenen Formaten hier.

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Sonderveranstaltungen 2018 waren:

Montag, 10. September 2018, 19.30 Uhr
Drachenburg, Königswinter




Andrei Gologan, Klavier
Meisterschüler von András Schiff
befasst sich mit den berühmten 
"Fantasien" der Klassiker 
Haydn, Mozart, Beethoven und Schumann 
sowie von Enescu


Nach seinem ersten Gastspiel beim Netzwerk Ludwig van B. im letztjährigen Beethovenfest war klar, dass wir von diesem herausragenden jungen Interpreten noch mehr erleben möchten. Andrei Gologan setzt seine beeindruckende technische Präzision mit Klugheit, Eleganz und äußerster Sensibilität ins Werk. Mit seiner feinen Balance von Form und Inhalt, Beherrschung und Emotionalität macht er das, was "Klassik" im eigentlichen Sinne ausmacht zum großen Erlebnis.


Im Begriff "Fantasie" verbarg sich in der "Klassik" der Anspruch, sich neue Freiheiten zu nehmen, von den vorgegebenen Formen noch mehr als sonst abzuweichen, die Erwartungshaltung des Publikums zu durchbrechen. Kann das heute noch gelingen?
Sehen - und hören - Sie selbst!

Eintritt: 17,- Euro,
Tickets an der Kasse oder im Online-Shop der Drachenburg
Reservierung für die Abendkasse erforderlich: info@LudwigvanB.de

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Montag, 27. August 2018, 20.00 Uhr
Schumannhaus Bonn Endenich


Von der Bonngasse nach Endenich und zurück
Musikalische Verbindungen zwischen Beethoven und Schumann.
Abschlusskonzert der Meisterschüler von Heribert Koch 

5. Internationaler Meisterkurs für Pianisten
Es erklingen Werke von Beethoven, Schumann u.a.
Hier gibt es sie ganz intensiv: die Begegnung und Kommunikation im hoch kultivierten Europa, das auch Albanien, Ukraine und Türkei umfasst. 11 blutjunge Meister am Klavier zwischen 11 und 21 befassen sich derzeit intensiv in der Obhut des Klavierpädagogen Heribert Koch mit ausgewählten Stücken von Beethoven über Schumann bis zur klassischen Moderne. Der Hochschuldozent aus Münster wird im Abschlusskonzert seines Meisterkurses die bisher wenig beachteten musikalischen Verbindungen zwischen den in Bonn Geborenen und in Bonn verstorbenen Komponisten aufzeigen.
Der Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten



In Bewegung gesetzt
 

Tanzwerkstatt
Ludwig van Beethoven:
Sturmsonate d-Moll op. 31
Waldsteinsonate C-Dur op. 53

Sonntag, 25. März, 12.00 Uhr
Atelier Michael Franke, Ließemer Str. 3, Gimmersdorf
Der Eintritt ist frei – um Spenden wird freundlichst gebeten
Reservierung: info@Ludwigvanb.de

 
Dass Musik Bewegung ist, scheint eine Binsenwahrheit – aber kann man diese Bewegung sichtbar machen? Und was lässt sich ausdrücken, wenn man der Behauptung folgt, dass Beet­hovens Musik ein humanistischer Gehalt  immanent ist? Kann man ihn tänzerisch „verkörpern“? Im Beethoven-Campus 2017 hat sich das choreographische Nachwuchs-Ensemble DanzaMAZ (mit Lisa Jakowetz, Eva Girzalsky, Clara Denhoff, Inga Hagedorn, Marie Brodam, Kerstin Albracht, Katharina Tisborn) unter der Leitung von Miguel Zermeno gemeinsam mit der Pianistin Hanna Bachmann auf den Weg gemacht, dies zu ergründen. Die faszinierenden Bilder von Michael Franke bilden den ideal-idealistischen Hintergrund für die elementaren Menschheitsfragen, die das „Klassische“ aller Kunst ausmachen.

Miguel Zermeno, Choreograph











Eine Veranstaltung des